„Kein Interesse.“
Fällt meist in den ersten Sekunden und gilt dem Anruf, nicht dem Thema. „Verstehe, ich habe Sie ja auch unterbrochen. Darf ich in einem Satz sagen, worum es geht?“ Ein zweites Nein akzeptieren.
Mehr zu diesem Einwand →Ein Skript für den Kaltanruf in 5 Schritten, vom Vorzimmer bis zum Termin, mit 15 Formulierungen zum Anpassen, den 5 Einwänden der ersten Minute und dem, was Sie statt einer Erfolgsquote messen sollten.
Kaltakquise heißt: Sie sprechen jemanden an, der Sie nicht kennt und nicht um den Kontakt gebeten hat. Das Ziel des Anrufs ist ein Termin, nicht der Verkauf. Was in [Klammern] steht, ersetzen Sie durch Ihr eigenes Angebot.
Zur richtigen Person durchgestellt werden. Das Vorzimmer entscheidet nicht über Ihr Angebot, aber darüber, ob Sie jemanden erreichen.
Vermeiden: Das Vorzimmer auszutricksen, etwa mit „Sie erwartet meinen Anruf“. Wer das merkt, stellt Sie nie wieder durch.
Name, Firma, Anlass und die Frage, ob es gerade passt. Der Einstieg entscheidet nicht über den Kauf, nur darüber, ob Sie die nächste Minute bekommen.
Vermeiden: „Wie geht es Ihnen heute?“ oder zuerst ein Satz über das eigene Unternehmen. Beides schiebt den Anlass nach hinten, und genau den will die andere Seite hören.
Warum gerade dieses Unternehmen, als Vermutung, die die andere Seite bestätigen oder verwerfen kann.
Vermeiden: Die Produktvorstellung. Wer unangekündigt anruft und dann präsentiert, bekommt ein höfliches „Schicken Sie mir was“.
Klären, ob sich ein Termin lohnt: Gibt es das Problem, wer entscheidet mit, und ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Die ausführliche Bedarfsanalyse gehört in den Termin.
Vermeiden: Die komplette Bedarfsanalyse am Telefon. Wer im Kaltanruf zwanzig Minuten fragt, hat den Termin schon geführt und keinen Grund mehr für einen.
Ein Termin mit Datum, Uhrzeit, Dauer und Teilnehmenden. Zwei Uhrzeiten zur Wahl sind leichter zu beantworten als „Wann passt es Ihnen?“.
Vermeiden: „Ich schicke Ihnen mal was zu und melde mich.“ Ohne Datum ist das kein nächster Schritt.
Im Kaltanruf fallen andere Einwände als im Termin: Sie gelten meist der Unterbrechung, nicht dem Angebot.
„Kein Interesse.“
Fällt meist in den ersten Sekunden und gilt dem Anruf, nicht dem Thema. „Verstehe, ich habe Sie ja auch unterbrochen. Darf ich in einem Satz sagen, worum es geht?“ Ein zweites Nein akzeptieren.
Mehr zu diesem Einwand →„Ich habe keine Zeit.“
„Dann halte ich es kurz: Wann passt es besser, heute Nachmittag oder morgen früh?“
Mehr zu diesem Einwand →„Schicken Sie mir Unterlagen.“
„Mache ich. Damit es nicht im Postfach untergeht: Was davon interessiert Sie, und wann sprechen wir kurz darüber?“
Mehr zu diesem Einwand →„Wir haben schon einen Anbieter.“
„Gut, dann kennen Sie das Thema. Was würden Sie an der jetzigen Lösung ändern, wenn Sie könnten?“
Mehr zu diesem Einwand →„Woher haben Sie meine Nummer?“
Ehrlich sagen, woher: Website, Empfehlung, Messe. Wer das nicht beantworten kann, sollte die Nummer nicht anrufen. Widerspricht die Person weiteren Anrufen, sofort auf die Sperrliste.
Mehr zu diesem Einwand →Veröffentlichte Erfolgsquoten für Kaltakquise gehen weit auseinander und sind selten belegt; Branche, Liste und Angebot bestimmen sie. Messen Sie stattdessen Ihre eigene Kette. Wo die meisten Anrufe enden, liegt der Hebel.
1Wählversuche
Jeder Anruf, auch besetzt und Mailbox.
Wenn es hier endet: Wenige erreichte Personen: Liste, Uhrzeit oder das Vorzimmer.
2Erreicht
Sie sprechen mit der Person, die Sie sprechen wollten.
Wenn es hier endet: Viele Gespräche enden in der ersten Minute: der Einstieg.
3Gespräch
Länger als eine Minute, also über den Einstieg hinaus.
Wenn es hier endet: Gute Gespräche, aber wenige Termine: die Fragen oder der Vorschlag.
4Termin
Mit Datum und Uhrzeit im Kalender beider Seiten.
Wenn es hier endet: Viele Termine platzen: Der Anlass war zu schwach für einen echten Termin.
Die erste Kontaktaufnahme mit möglichen Kunden, die Sie nicht kennen und nicht um den Kontakt gebeten haben, meist per Telefon. Das Ziel ist in der Regel ein Termin, nicht der Verkauf im ersten Gespräch.
Bei Unternehmen nur mit zumindest mutmaßlicher Einwilligung, also wenn konkrete Umstände ein Interesse vermuten lassen. Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG). Werbung per E-Mail braucht auch gegenüber Unternehmen eine ausdrückliche Einwilligung, mit einer engen Ausnahme für Bestandskunden (§ 7 Abs. 3 UWG). Das ist keine Rechtsberatung.
Ein Ziel für den Anruf, meist ein Termin, und die Schritte dorthin: Vorzimmer, Einstieg mit Anlass, eine Vermutung statt eines Vortrags, zwei, drei Fragen und der Terminvorschlag. Dazu Antworten auf die Einwände der ersten Minute. Mehr als eine Seite braucht er nicht.
Bei der Warmakquise gibt es schon einen Kontakt: eine Anfrage, ein Gespräch auf einer Messe, eine Empfehlung oder eine Kundenbeziehung. Bei der Kaltakquise nicht. Warmakquise ist meist leichter, weil die andere Seite den Anlass schon kennt.
Mit Name, Firma und einem konkreten Anlass in einem Satz, dann mit der Frage, ob es gerade passt. Floskeln wie „Wie geht es Ihnen?“ und die Vorstellung des eigenen Unternehmens schieben den Anlass nach hinten.
Meist Cold Calling, wenn es um Anrufe geht, allgemeiner auch Cold Outreach. Gemeint ist dasselbe: der erste Kontakt zu jemandem, der Sie nicht kennt und nicht um den Kontakt gebeten hat.
Veröffentlichte Zahlen gehen weit auseinander und sind selten belegt, weil Branche, Liste und Angebot sie bestimmen. Aussagekräftiger ist die eigene Kette aus Wählversuchen, erreichten Personen, Gesprächen über eine Minute und Terminen. Wo die meisten Gespräche enden, liegt der Hebel.
Nach zwanzig Anrufen weiß niemand mehr, nach welchem Satz aufgelegt wurde. In den Aufnahmen steht es. Klarruf markiert pro Gespräch die Einwände mit der Stelle, an der sie gefallen sind, und hält den vereinbarten nächsten Schritt fest.